Wenn die Heizung gluckert oder der Heizkörper trotz aufgedrehtem Thermostat nicht mehr richtig warm wird, steckt häufig Luft im Heizsystem dahinter. Das ist nicht nur störend, sondern kann auch dazu führen, dass die Heizung unnötig Energie verbraucht.
Die gute Nachricht: Einen Heizkörper zu entlüften ist meistens schnell erledigt und kann auch selbst gemacht werden.
Dafür benötigt man in der Regel nur einen passenden Entlüftungsschlüssel, ein kleines Gefäß und am besten einen Lappen. Vor dem Entlüften sollte die Heizung beziehungsweise Umwälzpumpe nach Möglichkeit ausgeschaltet werden, damit sich die Luft in den Heizkörpern sammeln kann.
Anschließend wird das Thermostat vollständig geöffnet. Das Entlüftungsventil befindet sich normalerweise oben seitlich am Heizkörper. Mit dem Entlüftungsschlüssel wird es vorsichtig geöffnet – nicht zu weit, denn neben Luft kann auch heißes Heizungswasser austreten.
Zischt es, entweicht die eingeschlossene Luft. Sobald keine Luft mehr kommt und stattdessen gleichmäßig Wasser austritt, kann das Ventil wieder geschlossen werden.
Nach dem Entlüften sollte außerdem der Wasserdruck der Heizungsanlage kontrolliert werden. Ist der Druck zu niedrig, muss gegebenenfalls Heizungswasser nachgefüllt werden. Wer sich dabei unsicher ist, sollte lieber einen Fachbetrieb hinzuziehen.
Mein Tipp
Spätestens wenn Heizkörper gluckern, nur teilweise warm werden oder die Heizleistung nachlässt, lohnt sich eine Kontrolle. Gerade vor Beginn der Heizperiode kann das Entlüften sinnvoll sein.
Eine gut funktionierende Heizungsanlage sorgt nicht nur für angenehm warme Räume, sondern kann auch dabei helfen, Energie effizienter zu nutzen und unnötige Heizkosten zu vermeiden.
Und manchmal ist die Lösung tatsächlich ganz einfach: Luft raus – Wärme rein.
